29 Praxistipps für WordPress SEO

Das wichtigste bei der Aufbereitung von euren Inhalten für eure Nutzer und Suchmaschinen: einfach machen! Nichts muss perfekt sein und besser nur einen Teil umgesetzt, als nichts gemacht. Deswegen zeige ich hier einfache Wege – meist per Plugin – mit denen ihr schnell zum Ergebnis kommt. Klar, für Puristen gibt es auch immer eine Lösung ohne Plugin, aber für eure Nutzer ist das Ergebnis relevant, nicht der Weg dorthin. Übrigens… die hier vorgestellten Maßnahmen und Plugins sind keinesfalls Pflicht, auch ich verwende nie alle. Sie dienen euch als Inspiration, um mögliche Stellschrauben auf der eigenen Seite zu entdecken und zu nutzen. In diesem Sinne, viel Spaß und Erfolg beim Optimieren!

Suchmaschinen­optimierung für WordPress-Seiten

Diese Folien sind von meinem WordPress SEO Vortrag beim WP Meetup Franken, am 16.2.2017. Du möchtest dir das ganze lieber nochmal mit Erklärung anhören? Kein Problem, hier die Aufzeichnung vom WP Meetup Würzburg vom November. Die Inhalte decken sich zu 90% (Das Thema .webP ist neu hinzugekommen).


Interaktiver ist der WP-Sofa Podcast mit René Reimann und mir:

Für wen du Optimieren solltest

Suchmaschinen versuchen die besten Ergebnisse für die Nutzer kontextbezogen anzubieten. Daher ist SEO erst sekundär eine Sammlung an Maßnahmen, und primär die trennscharfe Analyse und Optimierung auf die Fragestellung:

Für wen ist diese Seite in welcher Situation relevant?

Dieser Artikel richtet sich an Dich, wenn Du einen Blog oder eine Internetseite mit WordPress betreibst (oder es vor hast). Und deine Inhalte für deine (potentiellen) Nutzer bestmöglich aufbereiten willst. Und falls Du über eine Suchmaschine zu dieser Seite gefunden hast, dann vermutlich über Bing, DuckDuckGo oder Google. Wenn deine Nutzer (oder Zielgruppe) andere Suchsysteme verwenden, dann solltest du eher dort an deiner Präsenz arbeiten. Bei Arztpraxen ist das zum Beispiel Jameda.

Jetzt aber zurück zu den klassischen Suchmaschinen, darum bist Du ja hier. Ich persönlich optimiere meine Inhalte auf der Seite, also „OnPage“. Das betrifft die Überschriften ebenso wie Sitemaps im HTML und XML Format. Diese Optimierung funktioniert fundamental für alle Suchsysteme, denn die Inhalte sind es, die für die Nutzer relevant sind. Dazu kommen dann je nach Algorithmus weitere Faktoren, die für die Position in den Suchergebnissen (SERP) verantwortlich sind und die unterschiedlichen Rankings bei Bing und Google erklären.

Relevante Inhalte in deinem Blog

Interessieren Dich die Nachrichten von gestern? Oder die vom März letzten Jahres? Nichts wird so schnell irrelevant und obsolet, als einmal ins Internet gestellte und nie wieder bearbeitete Inhalte. Statt neue Beiträge zu erstellen, frage dich:

Welchen Artikel zu diesem Thema habe ich schon auf meiner Website und wie kann ich den Artikel überarbeiten?

Oft findet sich dort mehr als genug:

  • mehrere Artikel zum gleichen Thema zu einem Artikel zusammenfassen
  • neue Entwicklungen aufnehmen
  • alte und falsche Informationen entfernen oder richtigstellen
  • alte Empfehlungen überprüfen und gegebenenfalls austauschen

Eine Anmerkung zu diesem Vorgehen ist wichtig. In den Suchergebnissen wird auch die URL der Zielseite angezeigt. Das überarbeiten deiner Artikel wird nicht den erhofften Erfolg bringen, wenn dein WordPress in den Permalinks noch das Datum der erstmaligen Veröffentlichung führt. Potentiellen Nutzern wird hier suggeriert, dass die Inhalte veraltet sind und sie werden nicht auf deinen Eintrag klicken. Bei diesem Artikel habe ich ebenfalls auf eine Datumangabe in der URL verzichtet, denn ich werde die Inhalte in unregelmäßigen Abständen aktualisieren. Das gibt mir die Möglichkeit, auf aktuelle Entwicklungen bei der Suchmaschinenoptimierung oder WordPress einzugehen und meine Empfehlungen entsprechend anzupassen.

Tags, Schlagworte und Kategorien – weniger ist mehr

Es ist sinnvoll, Artikel mit Schlagworten zu versehen und auch Themen, also Kategorien zuzuordnen. Leider macht es einem WordPress viel zu einfach. Allzu oft sind nach ein paar Artikeln bereits mehr Schlagworte im Blog angelegt, als Artikel veröffentlicht… die Konsequenz sind inhaltsgleiche Schlagwort-Seiten mit wenig Inhalt, die sich nur durch das Schlagwort unterscheiden. Das ist sowohl für deine Nutzer und auch die Crawler der Suchmaschinen suboptimal. Welche dieser Schlagwortseiten ist dann jetzt für das Thema relevant? Besser du überlegst dir im Vorhinein eine Matrix-Struktur, über die deine Artikel mit Schlagworten versehen und Kategorien zugeordnet werden. Das kann dann so aussehen:

  • Schlagworte
    • rot
    • grün
    • gelb
  • Kategorien
    • Obst
    • Gemüse

Dein Artikel zu „Gurken“ gehört in die Kategorie Gemüse und bekommt das Schlagwort grün. Ein Artikel zur Apfelsorte „Granny Smith“ erhält auch das Schlagwort grün und landet in der Kategorie Obst. Wenn dein Nutzer wissen will, welches Obst sich für einen grünen Farbkontrast im Obstsalat eignet, wird es sich bei dieser Struktur schnell zurechtfinden.

SEO und Keywords

Der Mythos, dass du dein Keyword soundso oft in deinem Beitrag verwenden musst, hält sich leider hartnäckig. Und ja, es gibt auch heute noch Beispiele, bei denen eine Seite mit offensichtlichem Keyword-Spam gute Rankings erzielt. Trenne dich von irgendwelchen Vorgaben und schreibe den Text nur für deine Nutzer. In der Regel funktioniert das viel besser, als irgendwelchen Vorgaben nachzueifern und den Text zu verbiegen.

Ein großes IT Magazin ist im SEO sehr erfolgreich und schreibt das Hauptkeyword in jede einzelne Zwischenüberschrift und sehr häufig im Fließtext. Dadurch ist die Seite bei Technikthemen oft auf der ersten Seite, meine Klicks bekommt sie aber nicht mehr. Die Texte sind aus meiner Sicht unlesbar und auch der Informationsgehalt hat stark nachgelassen. Da werden Unterseiten mit völlig unpassenden Video-Einbettungen erstellt, nur weil es wohl eine interne Vorgabe ist. Im Ranking gewonnen, Leser verloren. Ob das langfristig funktioniert, wird sich zeigen.

Kümmere dich um die Interessen deiner Nutzer, um sie zu wiederkehrenden und langfristigen Lesern zu machen.

Normalerweise verwendest du automatisch ein Keyword an mehreren Stellen im Text, wenn du dazu einen Artikel schreibst. Eine feste Richtlinie die zu unnatürlichen und schwer lesbaren Texten führt, hindert mehr als sie hilft.

Welches SEO Plugin ist gut?

Ein Plugin ist nur ein Werkzeug. Viel wichtiger sind die Inhalte deiner Seite. Klar nutze ich ein SEO Plugin für WordPress. Mein Favorit ist dabei das kostenfreie Yoast, da es (im Expertenmodus) viele Funktionen bietet, die ich gerne Verwende und ohne dem Plugin aufwändiger über andere Wege umsetzen müsste. Zudem schätze ich auch die Anstrengungen die Joost de Valk für die WordPress Community unternimmt. Andere SEO Plugins liefern aber auch gute Ergebnisse. Welche Plugins andere aus der deutschsprachigen WordPress Community verwenden, siehst du in meinem Artikel zur WordPress Plugin EM. Am besten du testest verschiedene Plugins und entscheidest dich für das, mit dem du am besten umgehen kannst.

Weitere Informationen

Viele gut beschriebene Informationen für Webseitenbetreiber und zur Suchmaschinenoptimierung im speziellen, liefert Google selbst:

Ist noch ein Punkt unklar? Schreib mir via Kontaktformular 🙂